Drucken Sie diese Stadtwanderung aus und gehen Sie auf Entdeckungsreise durch Assens mit seinen reizvollen alten Häusern und Straßen.
Der Stadtkern der alten Provinzstadt Assens ist ungewöhnlich gut erhalten, so dass es auf einer Stadtwanderung ungewöhnlich viel zu erleben gibt. Ein guter Ausgangspunkt ist die Zuckerfabrik, seit 1884 eines der bedeutendsten Unternehmen der Gegend. Von hier aus kann man auf dem Mühlendamm, an der Strandmühle vorbei zur Damgade weitergehen, die über 800 Jahre lang eine wichtige Einfallstraße war. Im Mittelalter war das Viertel um die Kirche zum Markt hin das vornehmste Viertel der Stadt. Am Markt biegt man nach links in die Willemoesgade ein, die in den 1880er Jahren angelegt wurde, um eine Verbindung zur neu angelegten Eisenbahn zu schaffen. Bahnhof und Postamt gibt es noch, sie dienen jedoch anderen Zwecken.
Es geht weiter zum Hafen, von wo aus noch immer eine Fähre nach Baagø verkehrt. Hier rechts abbiegen. Am Hafen stehen die Statue des Seehelden Peter Willemoes und eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude, z. B. das kleine Kochhaus von 1824, wo die Seeleute in der Segelschiffära ihr Essen zubereiten konnten, da sie auf den Schiffen am Kai kein offenes Feuer entzünden durften.
Am ehemaligen Zollamt biegt man nach rechts in die Strandgade ein. Bis 1859 lag eines der gemauerten Tore der Stadt quer über die Straße hinter dem Straßenzug Strandporten/Bådsmandsstræde. Das Torgebäude hatte außerdem ein Leuchtfeuer und diente jahrelang als Arrestgebäude. Innerhalb des alten Festungswalls lag der Posthof, wo Könige und andere Prominente auf der Reise von und nach Haderslev (Årøsund) auf Schiffsgelegenheit warteten. Im heutigen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist die Fulton-Stiftung untergebracht. Auf der anderen Straßenseite lag im Mittelalter das Heiliggeist-Kloster, das im 16. Jahrhundert abgerissen wurde.
Weiter geht es auf der stimmungsvollen Ladegårdsgade. Die Stadt Assens blieb von schweren Feuersbrünsten verschont, so dass es ungewöhnlich viele alte Häuser gibt. Am Gåsetorvet kann man einen Abstecher in die Korsgade nach Nummer 11 machen, einem der ältesten Häuser der Stadt – wohl 450 Jahre alt.

Wir kehren zur Ladegårdsgade zurück und gehen weiter auf dem Baronvej zur Nygade, wo wir rechts abbiegen. Die kleinen gut erhaltenen Häuser in dieser Straße wurden in den 1880er Jahren meist von Handwerkerfamilien errichtet, als die Stadt ihren alten Rahmen sprengte. In einigen Gebäuden am Südende der Straße waren die Berufsschule und J. Ernsts Silberwarenfabrik untergebracht. Nach rechts in die Østergade abbiegen, die jahrhundertelang die Hauptstraße der Stadt war. Hier liegt eine ganze Reihe großer Kaufmannshöfe. Es lohnt sich, einmal in die Höfe hineinzusehen, namentlich Plums Gård, der sich zu einem sehr umfassenden Komplex erweitert, u. a. mit einer enormen Holzscheune, die 1915 errichtet wurde. Østergade 36 ist der Willemoesgård, wo der Seeheld Peter Willemoes 1783 geboren wurde. Heute ist hier ein kulturhistorisches Museum mit einer bedeutenden Kunstsammlung, darunter Werken des romantischen Malers Dankvart Dreyer, der 1816 im Nachbarhaus geboren wurde. Weiter über den großen Platz zur Damgade und nach links in die Lille Kirkestræde einbiegen. Von der Kirche aus findet man leicht zur Zuckerfabrik zurück.